
hinnerk.de dokumentiert die Erklärung der Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth, im Wortlaut:
„Es ist mehr als verwunderlich, wenn ein Künstler wie Bushido für die Bambi-Jury als Vorbild für gelungene Integration gilt. Der Rapper ruft in seinen Liedtexten seit Jahren offen zu Gewalt auf und tritt regelmäßig mit homophoben, frauenfeindlichen und schlicht menschenverachtenden Aussagen in Erscheinung. Die Preisverleihung an Bushido ist wohl eher seinem kommerziellen Erfolg, denn seinem Engagement ,gegen Gewalt und für ein respektvolles Miteinander‘, wie es der Burda-Verlag in seiner Begründung schreibt, geschuldet.
Bushido ist sicher kein Beispiel für gelungene Integration, sondern eine äußerst erfolgreiche Kunstfigur, die auf dem Rücken von Minderheiten große Kasse macht. Dass er dabei Frauen nur als ,Schlampen‘ bezeichnet und Botschaften wie ,Schwuchteln verkloppen‘ rappt, scheint den Burda-Verlag nicht zu stören.
Dabei gäbe es genügend Bürgerinnen und Bürger, die eine solche Auszeichnung mehr als verdient hätten: Diejenigen, die sich tagtäglich in vielen Projekten mit ehrenamtlicher Arbeit um Chancengleichheit, Teilhabe und Inklusion von Minderheiten bemühen. Vorbilder für eine gelungene Integration dürfen nicht Minderheiten gegen Minderheiten ausspielen, sondern müssen gemeinsam mit allen Teilen der Gesellschaft zu einem besseren Miteinander beitragen.
Für gelungene und engagierte Integration gibt es sehr viele gute Beispiele - Bushido ist es nicht.“
Auf Facebook hat nach zahlreichen kritischen Kommentaren mittlerweile auch Burda reagiert. Wir dokumentieren die Erklärung hier ebenfalls im Wortlaut:
„Vielen Dank für die zahlreichen Meinungsbeiträge zur Verleihung des Bambi an Bushido. Wir finden diesen Austausch gut und wichtig. Es ist klar, dass ein Künstler wie er stark polarisiert. Die Bambi Verantwortlichen distanzieren sich deutlich von jeder Form der Diskriminierung.
Dennoch: Musik ist eine Kunstform, der bewusste Tabubruch ein Stilmittel des Raps - ob es einem gefällt oder nicht. Persönlich äußert er sich selbst immer wieder deutlich, so z.B. in der morgen erscheinenden Bunte: „Ich habe viel Mist gebaut in meinem Leben und wurde dafür bestraft, was okay war. Denn daraus habe ich meine Lehren gezogen. ich nehme schon lange keine Drogen mehr, ich rauche nicht, trinke keinen Alkohol, ich benehme mich höflich und respektvoll anderen Menschen gegenüber – und das verlange ich umgekehrt auch von meinem Umfeld.“ Oder auch im Mai 2011 in der „Zeit“: „Es gibt weltumfassende Grundprinzipien: Alle Menschen sind erst einmal okay, egal wo sie herkommen, egal was sie machen, egal ob sie aufs gleiche Geschlecht stehen.”
Bushido wird für seinen Beitrag zur Integration von Menschen aus benachteiligten sozialen Milieus geehrt, u.a. für sein Engagement bei der Kampagne „Schau nicht weg“ gegen Gewalt an deutschen Schulen. Bushido leiht seine Stimme jungen Menschen, die im medialen Diskurs häufig überhört wurden. „Spiegel Wissen“ konstatierte: „Das hat es tatsächlich bisher in Deutschland nicht gegeben: eine Unterschichtskultur, die sich selbstbewusst als solche artikuliert und die eigenen Merkmale ästhetisch überhöht.“ Hier sieht die Bambi -Jury eine ehrbare Leistung.“
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Es ist schon verwunderlich das mal wieder gegen etws protettiert wird, und sich Frau Roth mal wieder in die Presse bringen möchte. Die Jury wirs sich schon was dabei gedacht haben und er hat sich zum positiven
verändert, er hat doch keinen weh getan Menschen ändern sich. Ich finde die Musik von Bushido ok und das er einen Bambi bekommt auch
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