
Acht Jahre alt war Michael Stock alt, als sich ihm sein Vater erstmals sexuell näherte. Mit 16 Jahren brachte er den Mut und die Kraft auf, sich gegen den andauernden Missbrauch zur Wehr zu setzen. Die Aufarbeitung dieser Erlebnisse ist für den heute 42-jährigen Filmemacher („Prinz in Hölleland“) zur Lebensaufgabe geworden.
Mehrere Versuche, seine Lebensgeschichte in einem Spielfilm zu wandeln, scheiterten am fehlenden Mut der Fernsehredakteure und Filmproduktionsfirmen. „Aber ich bin ein zähes Luder“, sagt Michael Stock. Er hat eine Drogenkarriere, Selbstmordversuche, einen Schlaganfall und ein positives HIV-Testergebnis überstanden.
Mit „Postcard to Daddy“ hat er eine selbstfinanzierte Dokumentation über seine Geschichte gedreht und dafür seine Mutter, Geschwister, aber auch seinen Vater vor die Kamera geholt. „Meine Geschwister und vor allem meine Mutter haben mich immer sehr unterstützt. Ohne sie hätte ich das alles ganz sicherlich nicht überstanden“, erzählt er im hinnerk-Interview mit Axel Schock. Besonders die Begegnung mit dem Vater hat den Regisseur beeindruckt: „Ich hatte großen Respekt davor, dass er sich dem überhaupt stellte und sich für alles entschuldigte. Darauf hatte ich schließlich viele lange Jahre gewartet.“
Das vollständige Interview mit Michael Stock erscheint in der Juni-Ausgabe von hinnerk.
Hamburg-Premiere am 1. Juni im Abaton in Anwesenheit von Michael Stock. Weitere Vorstellungen dort ab 10. Juni
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