
Vom Festival-Geheimtipp hat er sich zum Liebling der Journalisten emporgespielt. Der Observer bezeichnete den 28-jährigen gebürtigen Londoner als Großbritanniens innovativsten, radikalsten und kreativsten Popstar. Andere titulieren ihn als exzentrisch, was man im Fall von Patrick Wolf auch mit schwul übersetzen könnte.
Die musikalische Früherziehung hat hier gut funktioniert: Der kleine Patrick lernte bereits als Kind Klavier, Violine, Viola und Flöte, später kamen auch Harfe, Ukulele und Akkordeon dazu. Kein Wunder, dass er bereits mit elf Jahren begann, eigene Songs zu schreiben.
In dieser Zeit reiste er auch mit einem Jugendorchester durch Europa. Im Alter von 15 Jahren verließ er London und seine Familie, um ein Internat auf dem Land zu besuchen. Er verließ das Internat bereits ein Jahr später und begann, ein freies, wildes Leben zu führen – und weiter zu komponieren.
Mittlerweile geht’s ihm blendend: „Ich bin jetzt 27 und wohne endlich in einem eigenem, festen Haus. Ich bin seit drei Jahren in einer Beziehung und bin zur Ruhe gekommen“, teilte Patrick Wolf unlängst mit, als er sein Album „Lupercalia“ vorstellte, das er seinem Verlobten und sowie seinem Vorbild Patti Smith gewidmet hat. Mühelos schüttelt Wolf darauf in Glückshormone getauchte Pop-Hymnen aus dem Ärmel. Auf ganzer Länge hinterlässt das Album zwar einen leicht klebrigen Nachgeschmack. Live sollte man sich aber unbedingt ein Bild des extravaganten Musikers machen. Im Uebel & Gefährlich ist das am Dienstag möglich.
Patrick Wolf: Lupercalia Tour 2011. 8. November, 21 Uhr, Uebel & Gefährlich
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