
Er hätte sich wohl nicht träumen lassen, dass eines Tages ausgerechnet eine Versicherung seine „Gymnopédie Nr. 1“ in der Fernsehwerbung verwenden würde. Denn betrachtet man Leben und Werk des kauzigen Franzosen, wird eines schnell klar: Sicher war bei Satie nur die permanente Verunsicherung.
An der Spitze der Avantgarde flüchtete der bettelarme „Monsieur Le Pauvre“ sein Leben lang aus Prinzip vor öffentlicher Anerkennung, Erfolg und Wohlstand. Mit dem musikalisch-literarischen Programm „Vorletzte Gedanken“ führt der Hamburger Sänger und Pianist Ralf Grobe mit Klaviermusik, Liedern und Texten durch die skurrile Welt des Erik Satie.
Wer wissen will, wie man durch Bach-Fugen schlank wird, welche Vorteile der Gebrauch des Motodynamophons dem Phonometrographen bietet und was es mit verdorrten Embryos von Krustentieren auf sich hat, sollte sich diesen unterhaltsamen Abend nicht entgehen lassen.
„Vorletzte Gedanken“: Dienstag 4. Oktober, 20 Uhr, Monsun Theater, Friedensallee 20, www.monsun-theater.de
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