
„Der Rainbowflash erlaubt jedem, so zu demonstrieren, wie er gerne mag“, erklärt Mitorganisator Wanja Kilber (29). „Man kann zum Rathausmarkt kommen, aber man kann auch überall anders mitmachen.“ Ziel der Aktion: Am Abend des 17. Mai sollen weltweit Luftballons in allen Farben des Regenbogens aufsteigen und so zeigen, dass Lesben, Schwule und Transmenschen auf Unterstützung hoffen dürfen.
Alle wichtigen Homo-Organisationen sind mit im Boot, sogar ein Sponsor ist gefunden: Gay-Parship liefert 500 heliumgefüllte Luftballons zum Rathausmarkt. An die kann jeder Teilnehmer seine Botschaft für mehr Toleranz hängen und in den Himmel über Hamburg schicken. Start ist Montagabend um 19 Uhr.
Die Demo als Flashmob zu organisieren, ist eine Idee aus Russland. Dort hat sie einen ernsten Hintergrund: „Inzwischen sind Schwulenparaden ein rotes Tuch“, erläutert Wanja Kilber. „Der Rainbowflash dagegen ist neu. Man kann sein Gesicht zeigen oder nur seine Luftballons filmen und ins Internet stellen.“ Im letzten Jahr gab es in mehr als 30 russischen Städten solche Aktionen. Einige wurden angegriffen – „von Rechtsradikalen und Idioten“, wie Wanja sagt. „Wenn von unserem Hamburger Sponsorengeld etwas übrigbleibt, wollen wir es deshalb an russische LGBT-Organisationen weiterleiten."
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