
Di Rupo hatte die Wahlen am 13. Juni unter den französischsprachigen Belgiern gewonnen. Das Wahl- und Parteiensystem ist in Belgien zwischen den beiden großen Sprachgruppen geteilt. In der Regierung müssen sie aber beide vertreten sein.
Elio Di Rupo, Jahrgang 1958 und Sohn italienischer Einwanderer, hat eine klassische Aufsteigerkarriere hinter sich. Seinen Vater, ein Bergmann, verstarb, als Di Rupo noch im Säuglingsalter war. Drei seiner sechs Geschwister musste seine Mutter aus Not in einem Waisenhaus unterbringen lassen. In seiner Schulzeit wurde Elio Di Rupo durch seinen Chemielehrer gefördert, der ihm auch ein Stipendium besorgte. Nach seiner Promotion begann der studierte Cejmoler Di Rupo seine politische Karriere als sozialistischer Studentenfunktionär. 1991 wurde er zum Senator, im Jahr darauf Erziehungsminister ernannt. Seit 1995 ist er Vizepremierminister sowie Minister für Wirtschaft und Telekommunikation. 2001 wurde er zudem zum Bürgermeister von Mons gewählt.
Kurzzeitig schien es, als würde seine Traumkarriere abrupt beendet, als Di Ripo 1996 in der Folge der Dutroux-Affäre von einem jungen Mann beschuldigt worden war, ihn als Minderjährigen sexuell missbraucht zu haben. Der Politiker wurde jedoch in einem Gerichtsverfahren freigesprochen.
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Wie 'flanderninfo' berichtet, erhielt Di Rupo leider bereits erste Morddrohungen. Ein schwarzer Tag für die Schwulen in Europa:
www.deredactie.be/cm/vrtnieuws.deutsch/nachrichten/100807_Drohbrief_DiRupo
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