
25 Prozent der befragten Männer in Deutschland hatten in den 12 Monaten vor der Umfrage beim Sex ein mögliches HIV-Risiko. Das heißt umgekehrt: Drei Viertel hatten nur geschützten Sex. „Die große Mehrheit der schwulen Männer setzt auch nach 30 Jahren HIV weiter konsequent auf Safer Sex“, freut sich Matthias Kuske, Kampagnenmanager vom Präventionsprojekt „Ich Weiss Was ich Tu“ (IWWIT). „Das ist beachtlich und verdient Respekt. Die Behauptung von der ‚zunehmenden Sorglosigkeit’, die man immer noch oft hört, ist damit erneut entkräftet“, so Kuske.
Aber: Untersuchungen auf sexuell übertragbare Infektionen sind in Deutschland zu selten und oft unzureichend: 28 Prozent der deutschen Befragten machten einen Check, aber nur bei etwa jedem Fünften, der sich untersuchen ließ, wurden Penis und Anus unter die Lupe genommen - bei den anderen blieb es bei einem Bluttest. Damit kann zwar beispielsweise eine Syphilis festgestellt werden, Feigwarzen, ein analer Tripper und Chlamydien jedoch bleiben so oft unentdeckt. Sexuell übertragbare Krankheiten können das Übertragungsrisiko von HIV erhöhen.
Die EMIS-Studie erlaubt erstmals auch Vergleiche zwischen Deutschland und anderen europäischen Ländern. In Großbritannien, Irland, Malta, Schweden und den Niederlanden läuft es mit den Checks besser. „Es besteht Handlungsbedarf. Wir brauchen in Deutschland Anlaufstellen, wo sich schwule Männer unkompliziert, kostenlos und anonym auf sexuell übertragbare Infektionen testen lassen können“, erklärt hierzu EMIS-Projektkoordinator Axel J. Schmidt.
Und noch ein Ergebnis förderte die Umfrage zutage: Blasen ist die beliebteste Sexpraktik - noch vor gegenseitigem Wichsen. 83 Prozent der Befragten in Deutschland hatten in den letzten 12 Monaten Analverkehr. „Spitzenreiter“ ist hier überraschenderweise Moldawien mit 94 Prozent. Auf ganz Europa betrachtet haben die meisten Befragten zwei bis zehn Sexpartner pro Jahr, die sie überwiegend im Internet kennenlernen. Erschreckend: Je mehr Partner ein schwuler Mann hat, desto seltener lässt er sich regelmäßig auf sexuell übertragbare Krankheiten checken.
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Der letzte Satz ist intererssant, aber nicht verwunderlich. Je mehr Sexpartner der Schwule hat, desto seltener lässt er sich testen.
Woran das wohl liegen mag?
Gleich Gleichgültigkeit? Angst?
Ich muss sagen, dass ich mich immer mehr von der schwulen Welt distanziere, denn bei vielen Schwulen geht es nicht darum, einen Partner zu finden, sondern einfach nur noch darum: " Wie oft kann ich meinen Schwanz, wo reinstecken" um möglichst das mangelnde Selbstwertgefühl aufzubauen. Mich erschreckt dieses junkiehafte Verhalten, und falls dieser Brief hier veröffentlich wird, wird es bestimmt genug "Schwestern" geben, die mich ausschimpfen. Aber es sind ehrliche Worte und die Wahrheit tut nun mal weh. Ich würde mir wünschen, dass Schwule sich mal wieder auf Werte konzentrieren. Und dazu gehört Ehrlichkeit.... auch zu sich selber. Und da bin ich wieder, wo ich am Anfang war. Je mehr Sexpartner, desto ehrlicher sollte man zu sich selber sein, und sich bewusst machen, dass das Risiko einer Geschlechtskrankheit dementsprechend höher ist.
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