
Wie die Bild-Zeitung am Samstag berichtet, hat der Berater von Michael Ballack gegenüber dem „Spiegel“ behauptet, dass es einen ehemaligen Nationalspieler gebe, der die „Schwulen-Combo“ demnächst hochgehen lasse. Namen nannte Dr. Michael Becker jedoch nicht. Becker habe gegenüber dem Hamburger Nachrichtenmagazin außerdem einen Nationalspieler als „halbschwul“ bezeichnet.
Beim Deutschen Fußballbund findet man die Äußerungen offenbar weniger lustig. In einer ersten Reaktion hatte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff zwar noch erklärt, dass man sich nicht auf das Niveau Beckers, begeben wolle. Gleichwohl hatte der DFB den Ballack-Berater schriftlich aufgefordert, sich zu erklären. Da er dies nicht tat, soll laut „Bild“ nun ein zweiter Brief gefolgt sein. Das Blatt zitiert DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach: „Es stimmt, dass wir Herrn Becker angeschrieben haben. Wir möchten wissen, wie er das gemeint hat.“
Damit dürften Niersbach und der DFB nicht die einzigen im Lande sein. Wie die Nationalelf und ihr Coach Jogi Löw auf den Vorfall reagiert haben ist nicht bekannt. Ob hetero, schwul oder halbschwul: das Team besiegte am Freitagabend Belgien pflichtgemäß mit 1:0. Auch ohne Ballack.
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