
Der Fachberater für Finanzdienstleistungen gehört zum Mitarbeiter-Netzwerk „Haspa Pride“, das die Idee eines Beraters für die schwullesbische Kundengruppe entwickelt hat – eine Premiere in Deutschland.
„Schwule und Lesben haben besondere Ansprüche, deshalb ist es wichtig, dass sie einen eigenen Ansprechpartner haben“, erklärt Ehrich. „Es gibt nach wie vor Kunden, die Probleme haben, offen über das Thema zu sprechen, etwa wenn es um das Thema Vorsorge oder Absicherung geht oder die Frage von Erben und Vererben.“
Dort sind Fragen nach Kindern oder einer abzusichernden Ehefrau normal – für Schwule und Lesben aber häufig unangenehm, da hiermit stets ein Outing einhergeht. „Da bauen sich oft Probleme auf, die man ganz selbstverständlich umgehen kann“, findet Ehrich. „Ich bin selber schwul und kenne die Bedürfnisse der Kunden.“
Der Regenbogenaufkleber an der Filialtüre ist daher mehr als ein Zugeständnis an das Publikum der Langen Reihe: „Wir wollen einen Mehrwert bieten für eine extrem wichtige Zielgruppe“, unterstreicht Ehrich. „Und das soll von Dauer sein und nicht nur ein Testballon für einige Wochen.“ Der Bedarf scheint gegeben: Beim CSD verteilte die Haspa-Pride-Gruppe Flyer, um für das neue Angebot zu werben: „Seit dem haben wir einen sehr guten Rücklauf.“
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