
Hier knutscht der Indie-Boy mit dem Indie-Boy, während Heteros sich verdutzt die Augen reiben und alles gar nicht so schlimm finden. Schließlich ist man ja gekommen, um zu tanzen – und dazu gibt’s bei Mis-Shapes, dem freundlichen polysexuellen Freitagstanzvergnügen, die passende Musik. Die Residents Johannes D. Täufer und Martha Hari drehen an den Plattentellerchen, das Molotow platzt mal wieder aus allen Nähten, und wenn dann der Indie-Boy mit dem Indie-Boy knutscht, lacht auch der Hetero, weil auch er hier mit seiner Freundin knutschen darf, ohne dass er doof angemacht wird.
Mis-Shapes: Freitag, 3. September, 23 Uhr, Molotow, Spielbudenplatz, www.mis-shapes.de
Sonst so am Freitag: Arno von Dannen legt in der Generation Bar auf der langen Reihe Big City Beats auf, Frau Hoppe sorgt in der Wunderbar dafür, dass Bauch, Beine und Po zu ihrem Recht kommen, und im Daniels legt der Kult-DJ persönlich flach – äh auf natürlich!
Im 136 Grad schauen in der Samstagnacht gleich zwei Könner ihres Fachs vorbei, um die Platten zu drehen: DJ Superzandy aus Berlin und Tattoo-Luder Ron Stewart, der im Club seinen Geburtstag feiern wird. Und da kann es doch eigentlich kein hübscheres Geschenk geben als hunderte tanzwütige Schwuppen, die gemeinsam mit dem Geburtstagskind die Wodkavorräte vernichten – denn bei diesem Thema ist der DJ selten abgeneigt… Wie auch Superzandy, die sich als persönl iche Überraschung angekündigt hat: „Ach weeste, wennde schon Jeburtstach hast, kriegste mir als Jeschenk, wa?“ Da Nein-Sagen unhöflich wäre und SuperZandy eine der exzellentesten DJanes der Republik ist, dürfte für Exzesse gesorgt sein. Na dit wird ´ne Nacht...
136 Grad – The Club: Samstag, 4. September, 23 Uhr, Reeperbahn 136, www.136grad.com
Sonst so am Samstag: Pop-Hits und Indieperlen werden im Toom Peerstall von DJ Syd serviert, im Slut Club freuen sich Fetischkerle über die Non-Stop-Party und in der Wunderbar bringt DJ Sunshine Queer Beats zu Gehör.