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18.06.2011

Wäscherei castet für den CSD-Truck

Noch sieben Wochen, dann rollt die CSD-Parade durch Hamburg! Die Plätze auf den Trucks sind heiß begehrt. Auch die Wäscherei, Hamburgs Kult-Möbelhaus, schickt einen Wagen ins Rennen. Für den werden bei der Party im 136 Grad sexy Mitfahrer gesucht.


Für die einen ist das 136 Grad eine Disse, für die anderen ihr Wohnzimmer auf dem Kiez. Gut, dass Hamburgs coolstes Möbelhaus in diesem Monat dort vorbeischaut, um auch mal ein adäquates Sitzmöbel für die gute Stube zu liefern: Am Samstagabend wird dort das neue Sofa vorgestellt. Oder besser: enthüllt.

Denn halbnackte bis nackte Jungs räkeln sich lasziv auf den sexy Polstern und machen Appetit auf erotisches Coach-Potato-ing. Und das zu den Klängen der ungekrönten Partyqueen der Stadt, denn hinterm Pult steht in dieser Nacht Ellen Pitches.

Doch das ist längst noch nicht alles: Für die Schönsten und Schrillsten gibt’s ein Ticket zu gewinnen! Denn die Wäscherei plant einen eigenen CSD-Truck. Not for everybody, but for you, Bitch! Wer hot, sexy und gut gelaunt ist, kann sich auf der Facebook-Seite der Wäscherei bewerben oder zum Casting auf der Party kommen. Die heißesten Jungs stellen wir auf hinnerk.de vor – und dann stimmen die User ab, wer am heißesten ist…

Wäscherei goes 136 Grad: 18. Juni, 23 Uhr, Reeperbahn 136

 

facebook.com/waescherei

Von: Stefan Mielchen
8 Kommentare

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#5 michael eck schrieb am 28.06.2011 09:09 answer homepage

schade, dass meine vorredner unser engagement beim csd so in den dreck ziehen. wir engagieren uns mit sehr viel spaß und kraft für den csd und könnten

das geld wesentlich werbewirksamer als für den truck und die party ausgeben. allerdings sind wir mit viel freude und engagement dabei, auch diverse mitarbeiter -innen der wäscherei. solche kommentare tun mir leid. michael

#6 Herbert schrieb am 28.06.2011 22:42 answer

lieber Michael,

euer Engagement wird keineswegs "in den Dreck gezogen". Allerdings muss es erlaubt sein zu monieren, wenn Euer Engagement für den CSD aus so ein geradezu lächerlichen Aktion besteht.

Dass es Euch nicht um eine Demonstation für die Rechte von Lesben und Schwulen geht sondern nur um eine Werbeveranstaltung für Euren Laden merken wir ja nicht zuletzt an der überaus peinlichen Aktion des "Castings" der Teilnehmer.

Dürfen denn die weniger Schönen und Reichen auch bei Euch einkaufen oder gibts für die Kunden ne Gesichtskontrolle am Eingang ?

#7 Lothar schrieb am 29.06.2011 13:03 answer

Als Engagement würde ich euren Wagen verstehen, wenn ihr damit irgend eine Gruppe oder einen Verein aus der Community unterstützen würdet, die sich keinen eigenen Wagen leisten kann; quasi als Sponsoring (wie einige andere Unternehmen das beim CSD auch tun). Da ihr das ganze aber als "Wagen der Wäscherei" verkauft (mit gecasteten Mitfahrern), also eines Möbelhauses, das vieleicht einige schwule Mitarbeiter und lesbische Kunden hat aber ansonsten jeglichen Bezug zur Community vermissen läßt, handelt es sich bei der Aktion um nichts anderes als eine reine Werbemaßnahme. Nichts anderes als wenn ihr in schwulen Medien für eure Möbel, CDs oder Parties werbt.

#8 Daniel schrieb am 29.06.2011 22:09 answer

Hallo Michael, also nach den ganzen kritischem Kommentaren möchte ich sagen, dass ich Eure Aktion begrüße. Das Casting ist eine nette Idee und wenn Ihr den Wagen mit hübschen Männern vollstopft, dann werde ich ihn mir garantiert gern anschauen. Offen gestanden: Durchschnitt (wenn auch guter Durchschnitt *g*) bin ich selbst - das ist doch nichts Aufregendes. Um so begrüßenswerter ist es, wenn Ihr einen optisch ansprechenden Truck zusammenstellt.

Zugegeben – unter Umständen werdet Ihr mit Eurem Truck nicht die Welt verbessern. Und möglicherweise ist tatsächlich ein Quentchen Kommerz in dieser Aktion zu entdecken. Aber ... aber ... aber warum auch nicht? Ich würde mir keinen CSD ansehen wollen, der lediglich mit gutem Willen und besten Absichten bestückt ist, dafür aber völlig dröge und langweilig durch die Innenstadt wabert.

Auf bald in Eurem Laden – ich für meinen Teil gehe gern bei Euch gucken und shoppen.

Grüße,

Dany

#4 Herbert schrieb am 22.06.2011 21:45 answer

lieber Stefan,

es bleibt abzuwarten, ob es dem Hinnerk gelingt, sich von den Interessen seiner Anteilseigner entsprechend abzugrenzen... bislang scheint das nicht besonders gut gelungen wenn man sich die Flächen pro 136grad/Wunderbar/Sportplatz/Littmann mal zusammenrechnet.

Gewisse redaktionelle Schwerpunkte bzw. das Ignorieren von unpässlichen Bereichen der schwulen Szene Dir, lieber Stefan, vorzuwerfen verkneife ich mir...

Aber gut... abwarten !

Wenigstens ist der Hinnerk ja aber grösstenteils der schwulen Szene zuzuordnen und da finde ich das Engagement des Hinnerk auf dem CSD unbedingt nötig.

Dieses Möbelhaus indes hat außer stellenweise schwuler Klientel nix-aber-auch-gar nix mit einem CSD zu tun.

Das ewige Argument, dass man zur Finanzierung des CSD eben auch solche Anbieter braucht zeigt mit einer solchen Aktion dann eben die schlimmsten Auswirkungen eines vermeintlichen Finanzierungsdrucks.

Was kommt denn dann als nächstes: nehmen wir von allen "hässlichen" künftig Eintritt fürs Strassenfest... kommt ja der Finanzierung zugute und ausserdem sind dann nur "schöne Leute" da ?

Oder, wir nehmen die "Hässlichen" hinterher zum aufwischen auf dem Baller.... ähh... "Jungfernstieg" ?

#3 Stefan Mielchen schrieb am 22.06.2011 14:30 answer homepage

Lieber Lothar, lieber Herbert, die Übergänge zwischen Inhaltlichkeit und Kommerzialisierung beim CSD sind seit langer Zeit ein Thema, über das man tatsächlich sehr geteilter Meinung sein kann. Diskussionen darüber waren auch immer Gegenstand der hinnerk-Berichterstattung. Die Partyaktion, die wir hier (wie die Veranstaltungen anderer Partymacher auch) angekündigt haben, sollte man allerdings nicht überbewerten: Sie ist ein Aspekt unter unzähligen anderen beim CSD, der übrigens nur deshalb in dieser Größenordnung stattfinden kann, weil er durch das Engagement von Sponsoren abgesichert wird. Wir beteiligen uns als Medienpartner ebenfalls daran und versuchen unseren Beitrag dazu zu leisten, dass umfangreich über die Themen und die inhaltlichen Ziele berichtet wird. Auch hinnerk kann seinen Lesern nur deshalb seit vielen Jahren ein kostenloses redaktionelles Print- und Online-Angebot machen, weil wir vom Engagement unserer Werbekunden leben. Wenn Ihr Euch das Angebot dieser Seite hier oder unserer Hefte einmal genauer anschaut, werdet Ihr feststellen, dass wir niemandes Haus- und Hofgazette waren, sind oder werden wollen. Das kann auch nicht im Sinne unserer Anteilseigner sein, denen ja ebenfalls daran gelegen ist, dass wir unseren Lesern ein möglichst attraktives Heft anbieten. Ein Magazin, dass sich einseitig bestimmten Interessen unterwirft oder nur noch aus werblichen Inhalten besteht, ist unattraktiv und am Leser wie am Anzeigenkunden vorbeigedacht. Das überlassen wir gerne anderen.

#2 Lothar schrieb am 22.06.2011 13:29 answer

Da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen. Manchmal kann ich gar nicht soviel fressen, wie ich k*** möchte!!!

Und dann auch gleich noch die geschickte Werbung fürs 136 Grad. Aber nachdem Littmann und Strelitz ja nun Anteilseigner beim hinnerk sind, wird das Heft ja nun eh zur Haus- und Hofgazette deren Imperiums verkommen...

#1 Herbert schrieb am 18.06.2011 11:04 answer

super Idee... genau sowas brauchen wir auf einer "Demonstration": ein überteuertes Möbelhaus "castet" die Teilnehmer der "Demonstration" in ner Disse auf St. Pauli. Und dann wundert man sich, das auf dem CSD kaum noch Vereine und Gruppen anzutreffen sind...

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